Aerosol — was statt Rauch eigentlich entsteht.
Aerosol ist ein deutschsprachiges Magazin für E-Zigarette, Tabak-Alternativen und Harm Reduction im DACH-Raum. Wir schreiben für die geschätzten vier Millionen E-Zigaretten- Konsumenten:innen in Deutschland, für Tabak-Konsumenten:innen in Umstiegs-Überlegung, für Vape-Fachhandel-Mitarbeitende (VdeH-Mitglieder), für Public-Health-Forschende, für Drogen- und Suchthilfe-Mitarbeitende (BzgA, DHS), für Gesundheitspolitik-Interessierte, für Tabak-Kontroll- Aktivist:innen, für Journalist:innen mit Gesundheits-Schwerpunkt. Acht Ressorts, eine konsequente Haltung: die E-Zigarette ist ein Aerosol-Generator-Gerät mit nachweisbarem Tabak-Schadens-Minderungs- Potenzial — keine Wellness-Innovation und kein Jugend-Sucht-Werkzeug.
Acht Ressorts — Regulation, Hardware, Aroma & Liquid, Harm Reduction, Markt, Wissenschaft, Recht & Steuer, Praxis — bilden das Gerüst, in dem wir kontinuierlich publizieren. Nicht jede Ausgabe füllt alle acht Felder. Manchmal verdichten sich drei Texte um eine einzelne TabakerzG-Novelle, manchmal hängt ein ganzer Band an einer Cochrane-Review-Aktualisierung. Die aktuelle Mai-2026-Ausgabe markiert den Eröffnungsband, mit Schwerpunkt auf der Bilanz des Einweg-Vape-Verbots und dem Stand der EU-Aromaverbot-Verhandlungen im Rahmen der geplanten TPD3-Reform.
Was uns inhaltlich interessiert, ist die Spannung zwischen regulatorischer Linie und Konsumenten-Realität. Das deutsche Werbeverbot seit 2021 (§ 21a TabakerzG) hat den Vape-Fachhandel strukturell verändert — die Marktbereinigung nach den Boom-Jahren ist sichtbar. Das TabStG mit der seit Juli 2022 schrittweise eingeführten E-Liquid-Besteuerung (von 0,16 EUR/ml in 2022 auf 0,32 EUR/ml ab 2026) hat die Preis-Architektur des Marktes neu kalibriert. Das EU-weite Aroma-Verbot — Stand Verhandlungen 2026 — wird, wenn es kommt, das Selbstmisch-Segment fundamental treffen. Die öffentlich-gesundheitliche Forschungs-Lage hat sich seit der EVALI-Welle 2019 stabilisiert und ist laut Cochrane-Living-Review-Stand 2026 zugunsten der Cessation-Wirkung von E-Zigaretten ausgefallen. Wir behandeln Vape als das, was die Forschung zeigt — und als das, was der Gesetzgeber reguliert.
Geschrieben ist Aerosol für E-Zigaretten-Konsumenten:innen, die ihren Konsum reflektieren wollen; für Tabak-Konsumenten:innen, die einen Umstieg erwägen und eine sachliche Übersicht zur Aerosol-Technik suchen; für Vape-Fachhandel-Mitarbeitende, die ihre Beratungs-Praxis an die regulatorische Lage anpassen müssen; für Public-Health-Forschende, die Berichterstattung auf wissenschaftlicher Höhe suchen; für Gesundheitspolitik-Interessierte, die die Diskussion ohne Polit-Reflex verfolgen möchten; und für Journalist:innen mit Gesundheits-Schwerpunkt, die belastbare Sekundär-Recherche zu Vape-Themen suchen.
Gastbeiträge
Aerosol nimmt Gastbeiträge an. Wer einen Text aus der Vape-Disziplin geschrieben hat — Hardware-Tiefenbohrung, regulatorische Bilanz, wissenschaftliche Studien-Anmerkung, Markt-Analyse, Recht-Erklärstück, Umstiegs-Bericht — und ihn bei uns sehen möchte, schickt eine Schreibprobe an [email protected]. Wir antworten in der Regel innerhalb einer Woche. Kürze ist kein Nachteil, eine konkrete Studien-Referenz (Autor, Journal, Jahr, DOI) sagt mehr als drei Absätze Programmatik, und wer mit Coil-Widerstand und Watt-Bereich arbeitet, statt mit „bestem Geschmack", hat schon gewonnen. Werbe-Texte und produkt-bezogene Empfehlungen können wir aus regulatorischen Gründen (§ 21a TabakerzG) NICHT veröffentlichen.
Eine gute Vape-Berichterstattung ist die, bei der am Ende sichtbar wird, was zwischen Aerosol-Generator, menschlicher Lunge und gesetzlichem Rahmen tatsächlich passiert — präzise, sachlich, mit Quellen. Wir nehmen das ernst.